Der Brunnen im eigenen Garten ist nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein wenig Unabhängigkeit. Doch auf was Du achten solltest und ob Du einfach losbohren kannst, erfährst Du bei mir.

Bringt mir ein Brunnen im Garten eigentlich etwas?

Grundsätzlich muss klar sein, dass das Wasser aus dem eigenen Brunnen nicht per se getrunken werden darf. Dennoch kann es für die Klospülung, als Wasser für die Wasch- oder Spülmaschine oder zum Bewässern vom Garten genommen werden. Möchtest Du die Kosten vergleichen, musst Du dabei lediglich die Aufwendungen für Dein Wasser mit denen vergleichen, die Dich der Bau kosten würde. Als Faustregel gilt: Liegt der Grundwasserspiegel nicht mehr als sechs Meter unter der Oberfläche, lohnt sich der Bau für ein durchschnittliches Eigenheim mit Garten.

Genehmigung des Brunnens

Auf jeden Fall musst Du den Brunnen bei der Kommune melden. Diese erstellen Dir eine Genehmigung und melden diesen der Wasserbehörde. Bei Nichteinhaltung wird ein Bußgeld verhängt. Das kann ganz schön teuer werden. Wichtig ist auch, das die Wiederinbetriebnahme eines alten Brunnens ebenfalls genehmigungspflichtig ist. Willst Du einen Trinkwasserbrunnen anlegen, muss dieser ebenfalls beim Gesundheitsamt gemeldet werden. Dabei muss dann auch jährlich ein Wassergutachten vorgelegt werden.

Für welchen Brunnen habe ich mich nun entschieden?

Ich habe mich für einen Bohrbrunnen entschieden. Dieser überzeugt mit einer sehr langen Lebensdauer und wurde mit einem Bohrrohr bis auf das Grundwasser abgeteuft. In dem so entstandenen Schacht wurde neben dem Brunnenrohr, noch Filterkies gefüllt. Insgesamt ist dieses sechs bis zehn Meter tief. Im privaten Bereich kann es bis zu 20 Meter tief gesetzt werden. Mit einem Durchmesser von 30 Zentimetern liefert mein Brunnen so genug Wasser für die Bewässerung der Pflanzen. Wenn ich wollte, könnte ich damit auch eine Toilette im Garten spülen. Aktuell erfreue ich mich jedoch daran, immer frisches Wasser für meine Pflanzen zu haben. Die kosten für einen solchen Bohrbrunnen lagen bei etwa 1400 Euro.

Als Pumpe habe ich mir eine ansaugende Kreiselpumpe gekauft. Diese hat mich noch einmal 250 Euro gekostet. Billigere Modelle sind oftmals lauter, daher würde ich hier nicht unbedingt auf den Preis achten. Ebenfalls habe ich mit dem Bauvorhaben in der Nebensaison begonnen, da die schweren Maschinen im Garten durchaus ihre Spuren hinterlassen.

Abschließende Arbeiten

Um den Brunnen auch optisch zu meinem Garten zu gestalten, habe ich diesen teilweise gemauert. So erinnert dieser nun ein wenig an einen verwunschenen Brunnen, aus Märchen und Sagen. Gestaltungstechnisch gibt es jedoch kaum Grenzen, sodass sich ein eigener Brunnen perfekt und kreativ in die eigene grüne Oase integrieren lässt.

Bildquelle: Pixabayuser Thomas_Au