Viele Gärtner kennen das Problem: Schädlinge und Insekten fallen wie eine Plage über die Pflanzen her. Als Resultat der vielen Arbeit, bleibt oft nur der vertrocknete Rest zurück. Einige Hobbygärtner greifen im Anschluss an das Erlebte zur Chemiekeule. Das muss aber nicht sein. Wie Sie effektiv Schädlinge und Insekten auf natürlichem Weg loswerden, zeigt dieser Artikel.

Hilfe von der Gartenpolizei

Das Übel von abgefressenen oder beschädigten Pflanzen, liegt meist in der Überpopulation eines bestimmten Schädlings. Oft haben diese natürliche Feinde, denen sie als Nahrung dienen. Sind die natürlichen Feinde nicht im Garten angesiedelt, kann es zu einem Ungleichgewicht kommen. Dieses zeigt sich dann in geschädigten Pflanzen.

Bevor Sie zu Bekämpfungsmaßnahmen greifen, machen Sie sich doch zuerst über die natürlichen Feinde schlau und ob diese in Ihrem Garten ausreichend vorhanden sind. Hierzu gehören Ameisen, Spinnen, Maulwurf und Marienkäfer. Mit Insektenhotels können diese Nützlinge in Ihrem Garten kultiviert werden.

Schnecken schonend bekämpfen

Der Salat wurde komplett abgefressen und auch andere Pflanzen scheinen von Schnecken nur so belagert zu sein? Dann muss man nicht gleich zum Schneckenkorn greifen. Mit dieser Methode sterben die Tiere einen qualvollen Tod. Grundsätzlich sind Schnecken ein Zeichen für ein intaktes Ökosystem in Ihrem Garten.

Wenn Sie Schnecken von Ihrem Salat fernhalten wollen, lohnt es sich einen Wassergraben um das betroffene Beet zu ziehen. Dieser muss nicht tief sein. Zehn bis fünfzehn Centimeter können bereits ausreichen. Achten Sie darauf, dass der Graben immer mit Wasser gefüllt ist. Auch sollten keine Zweige eine Brücke hinüber bauen.

Sie können Ihre Pflanzen aber auch mit einem engmaschigen Draht einzäunen. Es gibt spezielle Varianten für den Schutz vor Schnecken. Hier können die Tiere zwar drüber kriechen, aber nichts abfressen. Es sollte ausreichend Abstand zwische Draht und Pflanze eingehalten werden.

Die Schnecken können auch bereits ab Frühjahr eingesammelt werden. So verhindert man die Paarung und eine daraus entstehende Plage. Einfach die Schnecken lebend einsammeln und an einem anderen Ort wieder aussetzten.

Blattläuse los werden

Blattläuse lassen sich hervorragend mit Marienkäfern bekämpfen. Marienkäfer fressen Blattläuse gerne und gehen sehr geziehlt vor. Rosenbesitzer können in Ihrem Garten Marienkäfer in einem Insektenhotel Unterschlupf gewähren.

Mehltau schonend vertreiben

Mehltau hinterlässt eine unschöne, weiße Schmiere auf den befallenen Blättern einer Pflanze. Wird das nicht bekämpft, kann die Pflanze eingehen. Milch hilft schonend gegen Mehltau. Die Enzyme in der Milch vertreiben den Mehltau. Einfach Milch auf die betroffene Pflanze sprühen.

Wühlmäuse am Knabbern hindern

Wühlmäuse sind der unsichbare Feind eines jeden Gärtners. Sie haben es auf fast alle Pflanzen abgesehen und kanbbern die Wurzel von unten ab. Der natürliche Feind der Wühlmaus ist der Maulwurf. Man kann ihn nicht kultivieren, aber man sollte ihn auch nicht aus dem Garten vertreiben, wenn man ihn hat. Manchmal könen Katzen helfen die Plage in den Griff zu bekommen.

Fazit

Es gibt viele natürliche Wege Schädlinge los zu werden. Wenn dieser Weg nicht hilft, kann immer noch zu stärkeren Mitteln gegriffen werden.

Bildquelle: Pixabayuser Tsippendale